Meine Must-Haves in der Schwangerschaft

Schwangerschafts-Must-Haves – was man wirklich braucht?

Sobald ich schwanger war, wurde ich überhäuft mit Tipps, Ratschlägen, Listen und Werbung, die mir erzählt, was ich jetzt alles brauche. Natürlich darf das jede individuell entscheiden, was sie möchte oder nicht. Aber in meinem Fall waren es eher einfache Dinge, die mir wirklich gut getan haben – sowohl körperlich, als auch emotional. In diesem Beitrag möchte ich deshalb meine „Must-Haves“ mit dir teilen. Vielleicht ist ja etwas dabei, das auch dir die Zeit ein kleines Stück erleichtert.

Was mir besonders geholfen hat war zu wissen, dass mein Körper dafür ausgelegt ist und Menschen schon weit vor der Existenz von Krankenhäusern Babys zur Welt gebracht haben. Ich habe mich deshalb die Schwangerschaft über darauf konzentriert die Bilder los zu werden, die Filme in meinem Kopf festgesetzt haben und sie mit neuen, positiven zu überschreiben. Ich habe viel zu dem Thema natürliche Geburt gelesen (Hebammensprechstunde), Podcasts gehört (zum Beispiel gefiel mir „Hebammensalon“) und meine Unsicherheit durch Wissen ersetzt.

Geburt ist nichts schreckliches, das man durchstehen muss. Es kann auch ein schönes Erlebnis sein. Ein kraftvolles und verbindendes. Eines, das man selbst mit gestalten kann. Ich würde also auch dir empfehlen die Glaubenssätze, die du eventuell zum Thema Geburt hast, einmal zu hinterfragen. 

Aber jetzt genug Bla bla. Kommen wir zum eigentlichen Thema.

• Some lines a day

Das Some Lines a Day-journal ist ein Fünf-Jahres-Tagebuch, bei dem man jeden Tag nur ein kleines Feld für Notizen hat. Am Anfang der Seite steht immer das Datum des aktuellen Tages ohne Jahreszahl. Diese trägst du immer in der jeweiligen Spalte ein. Du hast am Ende dann quasi die Geschehnisse der letzten fünf Jahre, die am 3. Mai passiert sind, vor dir liegen. Durch den stark limitierten Platz geht das Schreiben am Abend super schnell und ist schon seit zwei Jahren Teil meiner Abendroutine. 

Was ich aber noch besser finde als die einfache Handhabung ist, dass man durch den Aufbau seine Einträge auch wieder liest, statt sie wie in normalen Tagebüchern im Schrank verstauben zu lassen.

Ich wünschte, ich hätte dieses Buch schon früher entdeckt- wie gerne ich die Momente dieser magischen Zeit festgehalten hätte. 

Ich habe in der Schwangerschaft ein Mama-Tagebuch geführt, in dem man wöchentlich festhalten konnte, wie es einem geht und was einen beschäftigt. Von Bauchumfang bis Ultraschallbilder hatte dort alles einen Platz. Das ganze hat nur einen Haken – ich habe das Buch seit damals kein einziges Mal auf geschlagen.

Aber das tägliche Schreiben hat noch viele weitere Vorteile. Einer davon war bei mir, dass ich dadurch meinen Fokus mehr auf das Positive in meinem Leben gelenkt habe und auch das tägliche Durchdenken meines Tages hat mein Leben positiv beeinflusst.

Außerdem kannst du deine Entwicklung über die Jahre sehen. Oft fällt uns gar nicht auf, wie wir uns weiter entwickeln. Wie wir stärker und mutiger werden. Dank dieses Buches lese ich oft Bedenken, die ich noch vor einem Jahr hatte, über die ich jetzt nur noch schmunzeln kann.

• Stillkissen

Mit jedem Monat wuchs mein Bauch und das Schlafen wurde zunehmend beschwerlicher. Ab etwa dem achten Monat hat es sich total angenehm angefühlt das Stillkissen zum Schlafen zwischen die Oberschenkel zu klemmen und von vorne sanft gegen den Bauch zu drücken. Dadurch hat es sich angefühlt, als würde weniger Gewicht an mir ziehen.

Angenehm war es auch, ab und an ein kleines Nestchen aus dem Stillkissen zu formen, meinen Bauch vorsichtig in der Mitte zu platzieren und so quasi auf dem Bauch liegen zu können, ohne dass Gewicht auf das Baby drückt. Die Position war auch angenehm, wenn mir mein Partner den Rücken massiert hat. Das habe ich allerdings nicht zum Schlafen gemacht und würde auch davon abraten. Es sollte auf keinen Fall das eigene Gewicht auf das Baby drücken. Ab einer gewissen Größe des Bauches war das deshalb auch irgendwann nicht mehr möglich.

Zum Stillen habe ich das Kissen witziger Weise nie benutzt. Ich habe meinem Neugeborenen nur ab und an ein Nestchen daraus geformt, in dem er tagsüber manchmal geschlafen hat. Hab dabei aber ein Auge auf dein Kleines. Wenn es sich bewegt kann es zwischen das Stillkissen rutschen und es vor Mund und Nase bekommen.

• Gymnastikball

Das Becken steht unter starker Beanspruchung und das Sitzen und Kreisen darauf hat sich sehr angenehm angefühlt. Zudem sinkt das Köpfchen durch kreisende Bewegungen besser in den Geburtskanal.

Für uns hat sich die Anschaffung auf jeden Fall gelohnt, auch wenn ich ihn während der Schwangerschaft nur wenig genutzt habe (Leider habe ich erst ziemlich spät entdeckt, wie angenehm sich das Sitzen darauf anfühlt). Die Stunden, die ich wippend mit meinem Baby darauf verbracht habe, lassen sich nicht mehr zählen. Der Ball war oft unser Retter in der Not, vor allem wenn Papa unseren kleinen ins Bett bringen wollte.

• Hypnobirthing

Definitiv kein must-have!

Da mir der Kurs aber gut gefallen hat, wollte ich ihn dennoch erwähnen.

Gleich vorweg: Ich habe bisher an keinem herkömmlichen Geburtsvorbereitungskurs teilgenommen. Ich weiß auch, dass die angebotenen Vorbereitungskurse sehr unterschiedlich ausfallen können.

Bei dem, an dem ich teilnehmen hätte können, wären die Väter jedenfalls nicht dabei gewesen. Für einen kleinen Aufpreis hätten sie lediglich an einer Extrastunde am Ende teilnehmen können. Väter (Geburtsbegleitende Personen) haben aber eine meiner Meinung nach wichtige Funktion während der Geburt, auf die im Hypnobirthing eingegangen wird. Nämlich auf die des Raumhüters.

Ich glaube, dass dieser Kurs vor allem damit geholfen hat, dass er meinen Partner gut auf die Geburt vorbereitet hat und darauf, wie er mich unterstützen kann.

Die Sache hat allerdings einen Haken – er muss selbst bezahlt werden und hat einen stattlichen Preis.

• Die Hebammensprechstunde

Da ich zu Mama-Büchern bereits einen eigenen Beitrag hab, werde ich darauf nicht ausführlich eingehen. Wenn dich der Inhalt des Buches genauer interessiert, klicke hier.

• Vertrauen in mich selbst

Das meiner Meinung nach wichtigste ist, Vertrauen in sich und seinen Körper zu finden.

Wissen ist Macht und damit auch Selbstermächtigung, die du nutzen darfst. Das habe ich ab etwa der Hälfte meiner Schwangerschaft richtig verstanden und ab da auf mich gehört.

Ich war während meiner gesamten Schwangerschaft vier oder fünf Mal beim Frauenarzt. Das letzte Mal im sechsten Monat. Das kann jetzt jeder finden, wie er oder sie mag, aber für mich war das definitiv die richtige Entscheidung. Ich muss allerdings dazu erwähnen, dass ich eine wirklich tolle Hebamme hatte, die mich bis ins Wochenbett begleitet hat.

Die Besuche beim Frauenarzt haben mich überhaupt nicht gestärkt, sondern mit ihrem ständigen „Du musst“ eher verunsichert und gestresst.

Du musst gar nichts. Du kannst.

Wenn du einen Zuckertest machen möchtest, fein. Wenn nicht, dann auch. Du möchtest dich wiegen lassen? Go for it. Du möchtest dich nicht wiegen? Dann sag Nein und trau dich auch bei deinem Nein zu bleiben.

Nur weil dir ein Arzt sagt: „du Musst“, musst Du das nicht tun.

Versteh mich bitte nicht falsch. Ich will damit auf keinen Fall sagen, dass die Untersuchungen schlecht sind oder dass du sie lassen solltest. Wenn sie dir Gewissheit und Sicherheit geben, dann tut dir das gut. Behalte aber immer im Hinterkopf, dass nicht alle Tests auch etwas sinnvolles aussagen.

 

 

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