In einer Welt voller überfüllter Badezimmerschränke und Wegwerfprodukten suche ich nach Alternativen, die sowohl minimalistisch als auch nachhaltig sind. Ein Beispiel dafür ist meine Haarentfernung – ganz ohne Chemie, Plastikverpackung oder Einwegrasierer. Stattdessen setze ich auf eine einfache, selbstgemachte Shugaring-Paste aus nur drei natürlichen Zutaten: Zucker, Wasser und Zitrone.
In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du Shugaring-Paste ganz einfach selbst machen kannst, warum sie eine umweltfreundliche Alternative zur klassischen Haarentfernung ist – und wie du dabei gleichzeitig Geld sparst.
Die Zutaten:
- Ein Glas Zucker
- 1/8 Glas Zitronensaft
- 1/8 Glas Wasser
Ich habe es nicht genau nachgerechnet, aber die Zutaten kommen zusammen wohl auf keine 30 Cent und die Paste ist monatelang nutzbar. Preislich ist die nachhaltige Alternative also wohl unschlagbar.
Die Mengen habe ich mir auf meinem Glas markiert, damit ich beim nächsten Mal nichts mehr abwiegen muss.
Zubereitung
Die drei Zutaten habe ich zusammen in einen kleinen Topf gegeben und bei niedriger Hitze erwärmt. Du solltest dabei wirklich sehr regelmäßig umrühren.
Es dauert nicht lange, bis sich der Zucker löst und flüssig wird. Mit der Zeit bilden sich dann immer mehr Bläschen und der Topf füllt sich.
Wenn die Masse hochkocht, nimmst du den Topf von der Platte und wartest, bis die Bläschen verschwunden sind. Dann kannst du den Topf wieder auf den Herd stellen und die Zuckermischung unter Rühren erneut aufkochen lassen.
Die Masse wird sich mit der Zeit karamellig färben – das dauert eine ganze Weile, also sei dabei geduldig. Mehr Hitze bedeutet nicht, dass es dann schneller geht – eher, dass es anbrennt.
Zwischen diesen beiden Bildern liegt allerdings nur wenig Zeit.
Sobald sich die klare Flüssigkeit leicht einfärbt, wie auf dem ersten Bild zu sehen ist, solltest du gut aufpassen und regelmäßig die Farbe prüfen.
Wenn deine Paste eine ähnliche Farbe wie auf dem zweiten Bild annimmt, ist sie fertig und kann in ein Glas abgefüllt werden.
Mit aufgelegtem Deckel (damit keine Fruchtfliegen hineinkommen) kann die Masse jetzt abkühlen.
ACHTUNG: Verwende die Paste auf keinen Fall frisch – sie ist extrem heiß!
Die Shugaring-Paste ist bei Raumtemperatur hart, kann in der Mikrowelle aber wieder erwärmt werden. Achte bitte auch dabei darauf, dich nicht zu verbrennen. Mikrowellen erhitzen punktuell, rühre deshalb immer gut um, bevor du die Temperatur vorsichtig testest.
Lagerung
Du kannst die Shugaring-Paste mehrere Monate lang nutzen. Sie verdirbt nicht – zumindest habe ich das noch nie erlebt.
Was allerdings mit der Zeit passiert:
Die Masse zieht Flüssigkeit, weshalb sie irgendwann nicht mehr richtig funktioniert.
Anwendung
Ich stelle mein Glas (OHNE Deckel – Metall!) für einige Sekunden in die Mikrowelle. Man sieht dann, wie es zu blubbern beginnt.
Wenn das passiert, nehme es heraus und lasse es einen Moment stehen. Der heiße, flüssige Teil erwärmt dann die Masse außenrum. Nachdem ich gut umgerührt habe, entnehme ich einen Löffel und teste ganz vorsichtig die Temperatur, bevor ich die Paste auftrage.
Auf der Haut lasse ich die Zucker-Paste abkühlen und reiße sie dann mit einem Ruck ab. Anders als bei Wachs zieht man die Shugaring-Paste eher in Haarwuchsrichtung ab.
Schmerzen
Ich benutze die Paste vor allem für das Gesicht, da Rasieren für mich in dem Bereich keine Option ist und Shugaring-Paste deutlich weniger schmerzt als Wachsstreifen. Aber auch für die Achseln und Beine habe ich sie schon verwendet.
Beim ersten Mal kann es schon etwas weh tun. Besonders unter den Achseln habe ich das gemerkt. Aber bereits beim zweiten Mal war es erträglich und beim dritten Mal fast schmerzfrei.
Mein Fazit
Shugaring-Paste selber zu machen, ist für mich mehr als nur ein DIY-Projekt – es ist ein kleiner Schritt in Richtung bewusster Konsum, natürliche Pflege und nachhaltigem Minimalismus. Mit nur wenigen Zutaten spare ich Verpackung, vermeide Chemie auf meiner Haut und bin ein bisschen unabhängiger, statt auf Produkte „angewiesen“ zu sein.
Hast du schon Erfahrungen mit DIY-Zuckerpaste gemacht? Oder hast du Fragen zur Anwendung? Ich freue mich in den Kommentaren von dir zu lesen auf den Austausch!
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