Abendroutine ohne Mama: So klappt es auch mit Papa
Routine muss unabhängig von Mama funktionieren.
In vielen Familien sind Mama und Papa aber auch heute noch nicht gleichgestellt. So steht man als Eltern irgendwann zum ersten Mal vor der Situation, dass Papa das Kind ins Bett bringen soll. Häufig wird dann schnell klar: So einfach klappt das gar nicht.
Das Kind quengelt, kooperiert abends nicht oder weint im Bett nach Mama.
In diesem Beitrag zeige ich dir Tipps, die bei uns gut funktioniert haben, um mich als Mama zu entlasten – ohne, dass unser Kind darunter leidet oder sich unsicher fühlt.
Falls ihr Probleme beim Zähneputzen habt, findest du hier meine 10 Tipps dazu, wie es bei uns gut klappt.
Wie Routinen das Nervensystem von Kindern beruhigen
Kinder brauchen Wiederholung, keine Variation.
Meist verstehen sie das selbst nicht – und selbst wenn, würden ihnen vermutlich die Worte fehlen, um es zu erklären.
Für uns Eltern heißt das, dass wir eine Routine entwickeln dürfen, die gut zu unserem Alltag passt. Ich betone das bewusst, denn gerade bei Routinen ist für jede Familie etwas anderes wichtig.
Mir zum Beispiel ist Flexibilität wichtig. Die Abendroutine soll im Camper genauso funktionieren wie zuhause – und ebenso bei Papa oder Oma.
Die Lösung: Die Routine darf nicht an mich gebunden sein, auch wenn ich sie am häufigsten mit meinem Kind begleite.
Bei Kindern, die gestillt werden, ist es natürlich schwieriger, die Routine komplett unabhängig von Mama zu gestalten.
Weiter unten gebe ich dir noch einen Einblick in unsere Abendroutine.
Abendroutine ohne Diskussionen: So helfen visuelle Abläufe
Nicht nur eine klare Struktur hilft, sondern auch verständliche Kommunikation. Gerade bei kleineren Kindern fehlt oft noch der Wortschatz, um alles eindeutig zu erfassen.
Deshalb sind visuelle Impulse für sie häufig leichter zu verstehen.
Bei uns nutzen wir kleine Bildkarten, die den Ablauf vorgeben. So müssen wir nichts mehr „ansagen“, sondern können begleiten und präsent sein.
Dadurch verschwindet auch ein großer Teil des Widerstands. Gerade in der Autonomiephase wünschen sich viele Kinder Selbstständigkeit, sind aber noch zu jung, um diese vollständig zu tragen.
Die visuelle Unterstützung schafft hier einen guten Mittelweg.
Abendroutine mit Papa: Warum sie anders sein darf
Dieser Punkt ist mir besonders wichtig, weil ich ihn lange selbst nicht ganz verstanden habe. Ich habe versucht, alles so zu gestalten, dass möglichst alles gleich abläuft – auch wenn ich abends mal nicht da bin. Doch das war gar nicht nötig, sondern eher hinderlich.
Andere Bezugspersonen dürfen eigene Rituale entwickeln.
Bei uns hat Papa das schnell verstanden und ganz selbstverständlich umgesetzt. Ich habe lange gestillt – und das kann Papa schlichtweg nicht. Also hat er eigene kleine Rituale für den Mittagsschlaf und die Abendroutine entwickelt.
Unsere Abendroutinekarten helfen ihm dabei, trotzdem eine klare Struktur beizubehalten.
Abendroutine mit Papa: Warum sie anders sein darf
Unsicherheit sorgt in der Erziehung für viele Probleme. Dabei ist es egal, ob das Kind, Mama oder Papa unsicher sind.
Wir als Eltern brauchen einen klaren Plan und konkrete Vorstellungen davon, wie wir den Abend gestalten möchten.
In unserer oft noch männergeprägten Welt, in der Frauen sich primär um die Kinder kümmern, sind es häufig die Papas, die bei der Abendroutine unsicher werden.
Deshalb ist ein großer Vorteil der Abendroutinekarten, dass sie auch Papa unterstützen und ihm Orientierung geben.
Mit Kindern ehrlich sprechen: Warum es so wichtig ist
Für Kinder kann es sehr frustrierend und teilweise kaum auszuhalten sein, wenn sich Erwartungen nicht erfüllen.
Viele von uns haben von älteren Generationen übernommen, über Unangenehmes lieber nicht zu sprechen. Und klar – ein Kind findet es vielleicht ziemlich blöd, wenn Mama sagt, dass sie heute Abend nicht da sein wird.
Aber genau so kann es verarbeiten, was passieren wird, realistische Erwartungen entwickeln und – was aus meiner Sicht noch wichtiger ist – lernen, unangenehme Gefühle auszuhalten. Gleichzeitig fühlt es sich gesehen, weil man auf Augenhöhe mit ihm spricht.
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Wie unsere Abendroutine mit Lünie entstand
Ich habe jetzt schon beschrieben, welche Erwartungen ich an unsere Abendroutine habe und worauf wir als Familie achten. Aber wie setzen wir das konkret um?
Ich habe auch schon unsere Abendroutinekarten erwähnt. Ja, das ist keine neue Erfindung – die gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Aber lass mich dir erklären, warum meine Kärtchen mit Lünie trotzdem anders sind.
Lünie ist die Hauptfigur aus meinem Mini-Buch, das ich für meinen Sohn geschrieben habe. In dieser Gutenachtgeschichte erklärt Lünie dem kleinen Stern Schnuppi, warum die Abendroutine wichtig ist – und warum er das alles für sich selbst macht.
So kann sich extrinsische (von außen kommende) Motivation in intrinsische (von innen kommende) Motivation wandeln. Diese ist nachhaltiger und sorgt für mehr Kooperation, weil Widerstand gar nicht erst entsteht.
Ohne Druck – kein Widerstand.
Das Kind kann sich mit Lünie identifizieren und verstehen, warum es die Dinge am Abend tun soll. Hier greifen dann die Abendroutinekarten:
Auf ihnen sind die einzelnen Schritte visuell dargestellt. So kann dein Kind selbst erkennen, was zu tun ist – und es eigenständig umsetzen.
Unser Aufsteller ist bewusst so gestaltet, dass er sowohl Kinder als auch Erwachsene anspricht. Eine Mischung aus schlichtem Holz und der spielerischen, glitzernden Lünie-Figur, die die Abendroutine begleitet.
Wenn du mehr zu Lünie, seiner Mission und dem Montessori-Ansatz lesen willst, dann schau gerne hier vorbei.
Flexible Abendroutine mit Kind: So klappt es überall
Ein entspannter Abend entsteht selten von allein.
Aber mit klaren Abläufen, verständlicher Kommunikation und kleinen visuellen Hilfen kann er deutlich ruhiger werden – für dich und dein Kind.
Dabei geht es nicht darum, alles perfekt zu machen.
Sondern darum, eine Struktur zu finden, die euch im Alltag trägt – auch dann, wenn Mama mal nicht da ist.
Wenn du dir genau dafür eine einfache Unterstützung wünschst, können unsere Abendroutinekarten mit Lünie ein schöner Anfang sein.
Ganz ohne Druck. Aber mit viel Wirkung im Alltag.


