Abende mit Kind fühlen sich oft länger an, als sie eigentlich sind – und die Abendroutine wird schnell zur Herausforderung.
Müdigkeit, Reizüberflutung und der Wunsch nach Selbstbestimmung treffen aufeinander. Plötzlich wird aus der eigentlich gemütlichen Abendroutine mit Kind ein kleiner Kampf.
Dabei kann genau dieser Moment so viel ruhiger sein. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie eine einfache, klare Struktur unsere Abende entspannter gemacht hat – für mich und mein Kind.
Wenn der Abend mit Kleinkind zur Herausforderung wird
Manche Tage fühlen sich an, als hätte man kaum einmal richtig durchgeatmet.
Zu viele Reize. Zu viele Gedanken. Zu wenig Pause.
Und dann kommt der Abend.
Abende waren bei uns früher oft eine Katastrophe, vor allem, als die Autonomiephase so richtig losging. Er wollte selbst bestimmen und ich wollte – und musste ja auch – sagen, was zu tun ist.
Da klopfen dann meist auch noch die Glaubenssätze vergangener Generationen an:
„Lass dir ja nicht auf der Nase herumtanzen. Bloß nicht locker lassen.“
Aber wir sind nicht mehr früher und das Bedürfnis nach Autonomie – das häufig der Auslöser für Probleme am Abend ist – hat auch nichts mit Trotz zu tun.
Ich merke dann schnell, wie sich die Stimmung verändert. Meine und die meines Sohnes.
Der Machtkampf bahnt sich an.
Aber was ist, wenn wir dem Kampf einfach den Wind aus den Segeln nehmen?
Oft geht es nämlich nicht um das Was, sondern um das Wie.
Warum Struktur in der Abendroutine für Kinder so viel verändert
Kinder brauchen Orientierung.
Gerade am Abend, wenn der Tag zu Ende geht und die Energie nachlässt.
Routinen geben Sicherheit und gerade Sicherheit ist nötig, wenn das kindliche Nervensystem am Ende ist – und nach langen Tagen, in denen viel kooperiert wurde, sind die kleinen Nervensysteme am Limit.
Dazu kommt dann der Verlust der Autonomie, wenn ständig jemand sagt:
„Jetzt Zähne putzen.“
„Jetzt Schlafanzug anziehen.“
„Jetzt ins Bett.“
… das fühlt sich dann schnell nach Kontrolle an.
Und genau da beginnt oft der Widerstand.
Was bei uns den Unterschied gemacht hat
Ich habe gemerkt, dass es ruhiger wird, wenn die Schritte nicht mehr von mir kommen – sondern klar sichtbar sind.
Ich glaube, jeder kennt das Phänomen, dass Kinder zuhause nie freiwillig den Tisch decken, es bei jemand anders zuhause aber ohne Aufforderung erledigen.
Deshalb habe ich Lünie erfunden. Ein kleiner Drache, der in einer Gutenachtgeschichte erklärt, warum die abendlichen Aufgaben so wichtig sind und dazu Abendroutinekarten, die die Struktur vorgeben.
Die Idee der Routinekarten ist nicht neu, keine Frage. Meist sieht man darauf aber nur Symbole und keine Figur, mit der sich die Kinder auch identifizieren können. Das erhöht die Mitmachbereitschaft – vor allem wenn Lünie auch erklärt, warum die Aufgaben wichtig sind.
Und wenn klar ist, was als Nächstes passiert, ohne dass ich es jedes Mal neu sagen muss, hat mein Sohn das Gefühl, selbst entscheiden zu können.
So ist nach und nach unsere kleine Abendroutine entstanden.
Mit festen, wiederkehrenden Schritten.
Unsere entspannte 10-Minuten-Abendroutine mit Kärtchen
Die Idee dahinter ist ganz einfach:
Jeder Schritt des Abends bekommt ein Bild.
Zum Beispiel:
- Pipi machen
- Sich waschen
- Umziehen
- Zähne putzen
- Buch lesen
Mein Sohn kann selbst sehen, was als Nächstes kommt.
Er darf die Karten umdrehen, als Zeichen der abgearbeiteten Aktion. Auf der Rückseite wartet dann Schnuppi der kleine Stern.
Und plötzlich passiert etwas Spannendes:
Ich bin nicht mehr diejenige, die „ansagt“, sondern begleitet.
Warum das so gut funktioniert
Für uns hat das mehrere Dinge verändert:
Weniger Diskussionen
Weil nicht ich „bestimme“, sondern die Reihenfolge klar ist.
Mehr Selbstständigkeit
Mein Sohn weiß, was zu tun ist – und kann es selbst umsetzen.
Mehr Ruhe am Abend
Weil wir nicht ständig neu verhandeln müssen.
Und auch für mich ist es entspannter.
Ich muss weniger erinnern, weniger erklären –
und kann einfach begleiten.
Eine kleine Unterstützung im Alltag
Weil mir diese Struktur so geholfen hat, habe ich unsere Abendroutine mit Lünie irgendwann neu gedacht. Ich habe mich informiert, die kleine Geschichte drucken lassen und gemeinsam mit meinem Partner und einer Freundin einen Weg gefunden, unseren Aufsteller zum Verkauf anzubieten.
Ganz schlicht.
Ohne Druck.
Einfach als visuelle Unterstützung für den Alltag mit Kind.
Sie sind kein „Muss“.
Aber sie können ein kleiner Anker sein – gerade an den Tagen, an denen alles etwas schwerer fällt.
Gerade sind wir in den letzten Zügen. Wenn du eine Leseprobe und Routinekarten zum ausdrucken haben willst, um das Prinzip zu testen, dann trage dich hier ein. Ich informiere dich dann als aller erstes per E-Mail, wenn Lünie und Schnuppie endlich erhältlich sind.
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Ein entspannter Abend entsteht selten von allein. Aber mit klaren Abläufen und kleinen visuellen Hilfen kann er deutlich ruhiger werden – für dich und dein Kind.
Manchmal braucht es gar nicht viel. Nur eine Struktur, die euch beide trägt.



