Vorbereitung auf die Rauhnächte: 8 praktische Schritte

So bereitest du dich auf die Rauhnächte vor – mein persönlicher Ablauf

Die Rauhnächte gehören für mich seit Jahren zu den kraftvollsten Tagen im Jahr. Nicht wegen großer Rituale oder komplizierter spiritueller Ansätze, sondern weil sie mir etwas schenken, das im Alltag oft untergeht: Stille, Klarheit, neue Perspektiven und einen achtsamen Start in das kommende Jahr.

Sie schenken mir Fokus und helfen mir, die Segel neu zu setzen. Sie schenken mir Klarheit darüber, was ich will. Darüber, wer ich sein will – und darüber, was mir einfach nur schadet und im alten Jahr bleiben darf.

Immer wieder werde ich gefragt, wie man sich am besten auf die Rauhnächte vorbereitet – gerade, wenn man wenig Zeit hat oder einfach nicht weiß, wo man anfangen soll. Wenn man wie ich Chaos im Kopf hat und selten am Ball bleibt. Deshalb teile ich heute meinen ganz persönlichen Ablauf, der sich über die letzten Jahre für mich bewährt hat.

1. Innehalten: Was brauche ich wirklich für diese Zeit?

Bevor ich irgendetwas plane, frage ich mich:

Was wünsche ich mir von den Rauhnächten dieses Jahr?

  • Mehr Ruhe?
  • Mehr Klarheit?
  • Mehr Verbindung mit mir selbst?

Allein das ist schon Vorbereitung: sich darüber klar zu werden, was im Leben aktuell das Thema ist, das bearbeitet werden möchte.

  • Wo brauche ich Klarheit?
  • Wo weiß ich nicht weiter?
  • Wo stecke ich fest?
  • Wo enge ich mich ein?
  • Wo werde ich eingeengt?

 

In diesem Beitrag findest du 5 Fragen, die ich mir selbst gerne stelle.

2. Ein ruhiger Raum – und wenn es nur eine kleine Ecke ist

Ich habe kein großes „Ritualzimmer“, in dem ich mich meinem Rauhnächte-Workbook widme. Manchmal ist es einfach die Sofaecke, ein Platz am Küchentisch oder der Nachttisch, der sich am besten eignet.

Wichtig ist für mich:

  • eine Kerze
  • ein Stift und Journal oder ein Tablet
  • und ein Gefühl von: „Hier darf ich kurz runterfahren.“

 

Mehr braucht es nicht.

Wenn du Lust hast, gibt es natürlich noch viele Dinge, die du dazu nehmen kannst. Einige räuchern, manche legen gerne Karten und wieder andere schwören darauf, vorher zu meditieren. Das kann alles schön und hilfreich sein – aber nur, wenn es dich nicht zusätzlich stresst.

Wenn dein Kind gerade eine schwierige Phase hat und alle 30 Minuten aufwacht, ist eine lange Meditation vor dem Beantworten der Reflexionsfragen vielleicht aktuell einfach nicht das Richtige. Ein paar bewusste Atemzüge zum Ankommen reichen auch.

Mach es so, wie es für dich passt. Es muss nicht perfekt sein. Anzufangen und überhaupt etwas zu verändern, reicht vollkommen.

3. Rückblick: Was war dieses Jahr eigentlich los?

Die Rückschau ist für mich während der Rauhnächte essenziell. Wir müssen aus der Vergangenheit lernen, um die Zukunft zu verändern. Andernfalls wiederholen wir nur die Vergangenheit.

Erkennen kann wehtun, aber Erkenntnis ist Macht.

In meinen Workbooks, die ich mir bisher immer selbst erstellt habe, beschäftige ich mich in den ersten Nächten mit der Vergangenheit. Das geht dann über ins Jetzt und in den letzten Nächten drehen sich die Fragen um die Zukunft – darum, sich neu auszurichten.

Frage dich:

Was hat mich getragen?
Wo war ich wirklich ich?
Wann habe ich das Leben in meinen Adern pulsieren gefühlt?
Was war schwer?
Was habe ich gelernt?
Woran bin ich gescheitert? (Ja, auch das ist wichtig.)
Was möchte ich nicht mit ins neue Jahr nehmen?

Diese Reflexion macht unglaublich viel mit mir. Sie schafft Platz.

(In meinem Rauhnächte-Workbook findest du dafür mehrere leicht auszufüllende Seiten – perfekt, wenn dir ein klarer Rahmen beim Reflektieren hilft. Du findest es unter diesem Beitrag verlinkt.)

4. Ein paar Dinge loslassen

Dieser Punkt gehört nur so halb in die Vorbereitung. Falls du allerdings neu bist und kein fertiges Workbook nutzen möchtest, will ich ihn trotzdem ansprechen.

Das für mich Wichtigste an den Rauhnächten ist das Loslassen. Herauszufinden, warum wir bisher nicht loslassen konnten, obwohl wir vielleicht wollten. Herauszufinden, warum wir Verhaltensmuster beibehalten, die uns schaden.

Frage dich konkret:

Was will ich loslassen?
Was schadet mir?
Was raubt mir Kraft und Energie?
Wo brauche ich Veränderung?

5. Wünsche sammeln

Die „13 Wünsche“ gehören zu meinen liebsten Ritualen in den Rauhnächten. Ich glaube eigentlich nicht an so etwas … wobei … mittlerweile eigentlich doch ein bisschen.

Denn es ist einfach erstaunlich, wie sich die abgegebenen Wünsche scheinbar wie von selbst erfüllen. Klar, nicht alle und vor allem nicht sofort, aber doch einige.

In den Tagen vor den Rauhnächten setze ich mich deshalb mit Stift und Papier in einem ruhigen Moment hin und schreibe alle Wünsche auf, die mir in den Sinn kommen. Völlig wertfrei.

Im zweiten Schritt sortiere ich dann aus, notiere die Wünsche auf Zettelchen und gebe sie in eine Schüssel, wo sie auf ihren Einsatz warten.

6. Zeitfenster einplanen – realistisch!

Als Mama weiß ich: Perfekte Rituale gibt es nicht.

Darum plane ich mir die Zeitfenster jedes Jahr so ein, wie sie gerade passen. In manchen Phasen schläft mein Sohn einwandfrei um sieben ein und ich habe den restlichen Abend meine Ruhe, während er in anderen Phasen lange nicht zur Ruhe kommt.

Ich frage mich immer:

Wann habe ich am wahrscheinlichsten ein paar Minuten für mich?

Diese Zeit widme ich dann ganz meinem Rauhnachts-Workbook.

Ist bei dir zuhause vielleicht vormittags die ruhigste Zeit, weil alle schon aus dem Haus sind? Oder doch eher abends, wenn die Kinder schlafen? Vielleicht ist bei dir auch die günstigste Zeit, wenn die Kinder Mittagsschlaf machen.

Ganz egal. Nur weil Rauhnächte sind, heißt das nicht, dass es tagsüber nicht geht.

Wegen der häufig sehr limitierten Zeitfenstern, die man mit Kindern hat, habe ich deshalb beim Erstellen meiner Rauhnächte-Workbooks immer darauf geachtet, dass alles in etwa 10 Minuten zu schaffen ist. So wusste ich, dass ich entspannt jeden Tag das Minimum schaffen kann, das ich mir vorgenommen habe. Wenn dann zusätzlich ungeplant noch Zeit zum Meditieren war – Supi!

7. Materialien bereitlegen

Für mich sind das:

  • Stift und Papier oder mein Tablet
  • Journal / Workbook
  • eine Kerze
  • eventuell ätherische Öle, eine Tasse Tee oder etwas zum Räuchern – ganz wie du magst

 

Mehr braucht es nicht. Je simpler, desto entspannter.

Für mich kommen noch meine 13 Wünsche und eine feuerfeste Schale dazu.

8. Die innere Haltung

Das Wichtigste zum Schluss:

Ich erwarte nichts und bin für alles offen.

Manchmal sind die Rauhnächte tief bewegend.

Manchmal sind sie ruhig und unspektakulär.

Beides ist richtig.

Die Kraft entsteht nicht aus großen Ritualen, sondern aus der Bereitschaft, ein paar Minuten täglich mit sich selbst zu verbringen.

12 Nächte. 12 Impulse. Zeit für dich.

Ein Rauhnächte-Workbook für Mütter, die zwischen Alltag, Liebe und Selbstzweifeln wieder Vertrauen in sich selbst finden möchten.

Die 12 Nächte laden dich dazu ein, innezuhalten, dich selbst wieder wahrzunehmen, Ängste und alte Muster zu betrachten, deine Grenzen kennenzulernen und herauszufinden, was du dir für dein eigenes Leben wünschst.

Dabei geht es nicht darum, alles richtig zu machen oder noch mehr auf deiner To-do-Liste abzuhaken. Du entscheidest selbst, wie tief du gehen möchtest und welche Impulse dich begleiten.

Probleme bei der Abendroutine?

Weniger Stress am Abend – mehr Ruhe für euch 💛

Kennst du das?
Diskussionen, Trödeln und ein „Ich will aber nicht!“ – jeden Abend aufs Neue.

Der kleine Drache begleitet dein Kind spielerisch durch die Abendroutine, erklärt die einzelnen Schritte – und hilft dabei, sie selbstständig umzusetzen.

So wird aus Druck plötzlich Verständnis.
Und aus Stress ein liebevolles Ritual.

Mein monatliches Mini-Magazin im Newsletter-Format.

Einmal im Monat bekommst du einen kurzen Text voller Gedanken, Impulse und kleiner Alltagshacks – mal praktisch, mal reflektierend, immer ehrlich. Für Frauen, die mehr wollen als Rollenbilder, die ihren Alltag meistern und gleichzeitig sich selbst nicht vergessen wollen. Einfach lesen, mitnehmen, bleiben lassen – ohne Druck.

Neuste Beiträge

  • All Posts
  • Abendroutine
  • DIY und Basteln
  • Familie und Kinder
  • Gesellschaft und mentale Last
  • Hausapotheke
  • Must-Haves
  • Rauhnächte
  • Rezepte und Meal Prep
  • Schwangerschaft und Geburt
  • Selbstfürsorge und Alltag
  • Start Artikel
  • Stoffwindeln
  • Trotzphase
Load More

End of Content.

1 Comment

Du hast Fragen, Tipps oder andere Anmerkungen? Dann lass sie mich gerne wissen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert